Die
erfolgreichsten Methoden einem Hund das "Nicht-Kommen" 
beizubringen:
- Sie
rufen nur den Namen
des Hundes und verzichten auf ein deutlich gesprochenes Kommando (z.B. "hier"
). Der Hund schaut Sie fragend an, wartet darauf, dass Sie ihm sagen, was
Sie wollen, und wendet sich dann frustriert anderen Dingen zu, weil er keine
Antwort erhält.
- Sie
rufen nur das Kommando
ohne den Hund mit seinem Namen vorher aufmerksam zu machen. Der Hund vermutet,
dass Sie wieder nur irgend etwas daher reden, vielleicht fragt er sich:
"Bin ich gemeint? Will er/sie etwas von mir?".
- Sie
bleiben stehen,
wenn der Hund nicht auf ihr Rufen reagiert und zeigen ihm so ganz deutlich,
dass er sich Zeit lassen kann, denn Sie warten geduldig auf ihn.
- Weil
der Hund nicht kommt, wenden Sie sich in seine Richtung.
Sie nehmen eine drohende Körperhaltung ein und wiederholen das Kommando
mit ärgerlicher Stimme. Ganz sicher weiß er so: "Bloß
nicht kommen, Ärger steht bevor! Ich halte lieber Abstand!".
- Der
Hund kommt nicht zu Ihnen, also gehen Sie zu ihm
und leinen ihn an. Der Hund lernt, dass das Wort "komm"
bedeutet, dass er warten soll bis er abgeholt wird.
- Sie
lassen Ihren Hund frei laufen
und rufen ihn nur, wenn es für ihn besonders spannend wird (z.B. anderer
Hund in Sicht). Schnell merkt Ihr Hund, dass er nach dem Ankommen zur Strafe
an die Leine muss und der schöne Spaziergang vorbei ist. Steigern Sie
dieses, indem das Laufen an der Leine möglichst unangenehm für
ihn ist (z.B. durch Rucken, Zerren, Leine verkürzen...).
- Sie
loben Ihren Hund nicht,
wenn er von sich aus zu Ihnen kommt und Blickkontakt zu Ihnen herstellt.
Ignorieren Sie dieses Verhalten völlig, damit der Hund schnell merkt,
dass es sich nicht lohnt, bei Ihnen zu sein.
- Der
Hund läuft von Ihnen fort.
Sie rufen ihn erfolglos und warten einige Zeit auf ihn. Später taucht
er wieder auf und läuft freudig auf Sie zu. Nun zeigen Sie ihm ganz
deutlich, wie ärgerlich Sie sind und schimpfen ihn aus. Das bezieht
Ihr Hund auf das Kommen (nicht auf das Weglaufen!) und versucht das unangenehme
Wiederkommen künftig zu verzögern.
- Sie
rufen Ihren Hund erfolglos
in den Momenten, in denen er stark abgelenkt ist, obwohl Sie vorher wissen,
dass er wahrscheinlich nicht hören wird.
- Sie
rufen nicht mit heller, klarer, motivierender Stimme,
sondern ziehen das Kommando möglichst in die Länge und verwenden
eine tiefe Tonlage. Rufen Sie also z.B. "Bruuuno, koooom"
und steigern Sie dies eventuell durch völlig bedeutungsloses zusätzliches
Gerede wie z.B. "Nun komm schon, mach mal, wir wollen jetzt los!".
- Verwenden
Sie als Kommando das Wort "komm" statt "hier"
und verwenden Sie dieses Wort möglichst häufig in ganz anderen
Situationen: z.B. "Komm, geh raus!" oder "Komm,
lass das!". So sorgen Sie so dafür, dass dieses Wort nichts
bedeutet.
- Sie
laufen ihrem Hund auf Spaziergängen brav hinterher und
versuchen ihn mit Leckerlis zum Herkommen zu überreden. Damit ihn das
auch bestimmt nicht motiviert, steht ihm das Futter zu Hause jederzeit und
unbegrenzt zur Verfügung.
- Sie
machen sich möglichst uninteressant,
geben Ihrem Hund keine Aufgaben während des Spaziergangs und trotten
nur brav nebenher ohne etwas von ihm zu wollen. Ihr Hund merkt, dass alles
andere um ihn herum interessanter ist, als sein langweiliger menschlicher
Begleiter.